Leistungsbericht
Gesellschaftliches Engagement
Unser freiwilliges gesellschaftliches Engagement ist neben der nachhaltigen Gestaltung unserer Wertschöpfungskette sowie unserer Produkte und Dienstleistungen die dritte Ebene unseres Nachhaltigkeitskonzepts. Wir konzentrieren unser soziales Engagement auf vier Schwerpunktbereiche: Bildung und Forschung, Umwelt und Natur, Gesundheit und Soziales sowie Sport und Kultur. Unsere rund 300 Projekte, für die wir 2007 rund 45 Millionen Euro aufgewendet haben, passen wir dabei kontinuierlich neuen Rahmenbedingungen an: Wir evaluieren den Erfolg der Aktivitäten, stärken unsere inhaltlichen Schwerpunkte und dehnen erfolgreiche Projekte auf weitere Länder aus.
Bayer-Stiftungen: Wissenschaft und Soziales fördern
Zur Stärkung des Schwerpunkts Bildung und Forschung haben wir 2007 unsere Stiftungsaktivitäten in der „Bayer Science & Education Foundation“ gebündelt. Im Zusammenhang mit der neuen Bayer-Sportstrategie wurden zehn Millionen Euro aus der Sportwerbung umgeschichtet und der Stiftung für die neu eingeführte Schulförderung zur Verfügung gestellt. Die daraus resultierenden Stiftungserlöse von jährlich bis zu 500.000 Euro kommen Schulen im Einzugsgebiet von deutschen Bayer-Standorten zugute. Obwohl die Erlöse aus dem aufgestockten Stiftungskapital erst Ende 2008 erstmals vorliegen werden, hat die Stiftung bereits Ende 2007 mit der Förderung von Schulprojekten begonnen. So erhielten in der ersten Förderphase 20 Schulen an Bayer-Standorten rund 400.000 Euro zur Förderung eines innovativen und praxisnahen naturwissenschaftlichen und technischen Unterrichts. Dies wurde durch eine Zusatzspende der Bayer AG an die Stiftung möglich. Außerdem unterstützten wir 21 engagierte Studierende der Naturwissenschaften und Medizin mit Stipendien in Höhe von insgesamt 142.000 Euro. Und zwei wissenschaftliche Ehrenpreise, dotiert mit jeweils 50.000 Euro, gingen an deutsche Spitzenforscher: Mit dem Familie-Hansen-Preis 2007 wurde Professor Dr. Magdalena Götz ausgezeichnet, die am Institut für Stammzellforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft in Neuherberg zur Neurobiologie forscht und Lehrstuhlinhaberin am Physiologischen Institut der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist. Professor Dr. Thomas Carell vom Institut für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität München, wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten zur DNA-Forschung Anfang 2008 der Otto-Bayer-Preis verliehen.
Die 2007 ebenfalls neu gegründete „Bayer Cares Foundation“ unterstützt das ehrenamtliche soziale Engagement von Bayer-Mitarbeitern und Bürgern. Auch unsere bewährte Katastrophenhilfe findet sich unter diesem Dach wieder. 2007 stellte Bayer für Wirbelsturm-Opfer in Bangladesch Nothilfe-Leistungen sowie 100.000 Euro für den Wiederaufbau der Infrastruktur zur Verfügung. Medikamente und Insektizide im Wert von 350.000 US-Dollar kamen Flutopfern in Mexiko zugute, und an der Begrenzung der Waldbrandschäden in Griechenland beteiligte sich Bayer mit 150.000 Euro.
| Bayer Science and Education Foundation | Bayer Cares Foundation |
| Bayer-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Bildung | Bayer-Stiftung zur Förderung von Gesellschaft und Umwelt |
| Bildung und Forschung nachhaltig stärken und Exzellenz fördern, insbesondere in Segmenten, die auf innovative Weise die Themenfelder Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien verknüpfen. | Die Lebensumstände an den Bayer-Standorten nachhaltig verbessern und gesellschaftliche Grundbedürfnisse erfüllen helfen, insbesondere durch projektbezogene Hilfe zur Selbsthilfe und die Stärkung des Ehrenamts. |
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Partner in Sport und Kultur
Bayer bleibt auch weiterhin ein engagierter Förderer des Breiten-, Jugend- und Behindertensports. Unsere Unterstützung für die 27 Werksvereine beläuft sich auf mehr als 14 Millionen Euro pro Jahr. Zudem stärkt die „Herbert Grünewald-Stiftung zur Förderung von Sporteinrichtungen für Behinderte“ weiterhin gemeinnützige Einrichtungen, die sich der Integration behinderter Menschen durch Sport verpflichtet haben. Und im Rahmen der 2007 erneuerten Partnerschaft mit dem Deutschen Behindertensportverband tritt Bayer sowohl als offizieller Förderer des Behindertensports in Deutschland als auch der deutschen paralympischen Olympia-Mannschaft in Peking 2008 auf.
Auch die traditionsreiche Bayer-Kulturarbeit bleibt ein integraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements. Die Arbeit unserer Kulturabteilung, deren 100-jähriges Bestehen wir 2007 feierten, erfuhr im Dezember 2007 eine besondere Würdigung: Bayer erhielt für das Projekt „Ein Jahrhundert Bayer.Kultur“ den Preis der „Initiative Freiheit und Verantwortung“ der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, deren Schirmherr Bundespräsident Horst Köhler ist. Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, lobte bei der Preisverleihung insbesondere die Verzahnung der Bayer-Kulturprogramme mit den jeweiligen Werksstandorten.
Auch die traditionsreiche Bayer-Kulturarbeit bleibt ein integraler Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements. Die Arbeit unserer Kulturabteilung, deren 100-jähriges Bestehen wir 2007 feierten, erfuhr im Dezember 2007 eine besondere Würdigung: Bayer erhielt für das Projekt „Ein Jahrhundert Bayer.Kultur“ den Preis der „Initiative Freiheit und Verantwortung“ der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, deren Schirmherr Bundespräsident Horst Köhler ist. Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, lobte bei der Preisverleihung insbesondere die Verzahnung der Bayer-Kulturprogramme mit den jeweiligen Werksstandorten.
Großes soziales Engagement an unseren Standorten
Wir legen großen Wert darauf, dass unser soziales Engagement auf die speziellen Bedürfnisse der Standorte ausgerichtet und mit lokalen Akteuren abgestimmt ist. Deshalb setzt Bayer neben den zentral gesteuerten Förderaktivitäten eine Vielzahl lokaler Projekte und Programme auf fünf Kontinenten um, die im Rahmen der Corporate-Social-Responsibility-Strategie des Konzerns direkt von den Landesgesellschaften gesteuert werden.
Ein Beispiel ist Brasilien: Trotz seines wirtschaftlichen Erfolgs ist dieses Land von großer Ungleichheit und gravierenden sozialen Problemen geprägt. Bayer hat dort im Jahr 2007 2,6 Millionen Euro in soziale Projekte investiert; davon gingen 400.000 Euro an unseren Werksstandort Belford Roxo, an dem wir uns bereits seit Beginn der 1990er-Jahre für soziale Anliegen engagieren. Inzwischen haben wir gemeinsam mit den Einwohnern der Region ein umfangreiches Hilfsnetzwerk aufgebaut: Wir motivieren sozial benachteiligte Kinder über die Aufnahme in unsere Fußballschule für den regelmäßigen Besuch des Schulunterrichts, verteilen gemeinsam mit Bürgervereinen kostenlose Mittagessen in Schulen und Kindergärten, unterstützen Jugendliche bei der Ausbildung und klären die Bevölkerung über gefährliche Krankheiten auf. Seit Dezember 2006 kommen auch regelmäßig Vertreter aus den Gemeinden Belford Roxo und São João de Meriti mit Bayer-Mitarbeitern im Community Consulting Board zusammen, um sich zu den Themen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt im Werksumfeld auszutauschen und entsprechende Maßnahmen zu beraten.
Kommunikation hat für Bayer an allen Standorten einen hohen Stellenwert. Denn Offenheit und Transparenz sind zentrale Bestandteile der Bayer-Unternehmenspolitik. Das Unternehmen möchte im Dialog mit den Bürgern auf wichtige gesellschaftliche Fragen und Probleme eingehen. Dieses Bekenntnis liegt auch dem Konzept des „BayKomm“, des Bayer-Kommunikationszentrums in Leverkusen, zugrunde. Es ist Erlebniswelt, Begegnungsstätte und Diskussionsforum zugleich. Seit Juli 2007 können sich Besucher und Mitarbeiter in einem speziellen Themenraum dort auch über das gesellschaftliche Engagement des Konzerns informieren.
Auch mit unserem Schülerlabor-Programm „BayLab“ sowie unserer langjährigen Unterstützung der Schulinitiative „Jugend forscht“ leisten wir einen Beitrag zum Bildungsniveau und der Attraktivität der Einzugsgebiete unserer Standorte. Das neue „BayLab plastics“ – unser Kunststofflabor für die Sinne, das wir 2007 in Leverkusen eröffnet haben – bringt Schülern auf interaktive Weise die Welt der Kunststoffe nahe. Und unser Bildungsprogramm „Making Science Make Sense“ trägt seit mehr als zehn Jahren dazu bei, die Zukunftsfähigkeit unserer Standorte zu stärken. Im Rahmen dieser Initiative engagieren sich allein in den USA mehr als 1.000 Bayer-Mitarbeiter ehrenamtlich in Schulen, um junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern und für attraktive, zukunftsorientierte Berufsfelder zu gewinnen. Das erfolgreiche Programm haben wir 2007 auf Indien, Italien, Kolumbien, Singapur und Taiwan ausgeweitet; zudem gibt es bereits Initiativen in Frankreich, Großbritannien, Irland und Japan. Auch die Arbeit der Stiftungen „Bayer Science & Education Foundation“ und „Bayer Cares Foundation“ ist eng mit unserem Engagement an den Standorten verknüpft – etwa durch unsere Schulförderung und die Unterstützung von Ehrenamtsprojekten (zu unserem wirtschaftlichen Beitrag zu den Standorten
).
). Bayer als internationaler Partner für Nachhaltigkeit
Unser lokales Engagement wird ergänzt und gestärkt durch unsere internationalen Kooperationen. Beispielsweise fördert Bayer seit 2004 gemeinsam mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) Umweltprojekte für Jugendliche rund um den Globus. Neben dem gemeinsamen Projektmanagement stellte Bayer für die rund ein Dutzend Projekte im Jahr 2007 Finanzmittel in Höhe von einer Million Euro sowie zusätzliche Sachleistungen zur Verfügung. Ein Höhepunkt 2007: Vom 26. bis 31. August 2007 durften wir die Teilnehmer der dritten „TUNZA International Youth Conference“ zum Thema „Technik im Dienst der Umwelt“ in Leverkusen begrüßen. Im Rahmen des globalen Jugend-Umweltgipfels, dessen Gastgeber zum ersten Mal ein Privatunternehmen war, verlängerten Bayer und UNEP ihren Kooperationsvertrag um weitere drei Jahre. Die beiden Partner kamen überein, ihre Projekte auf globaler Ebene weiter auszubauen, wofür Bayer seine jährliche finanzielle Unterstützung um 200.000 Euro auf 1,2 Millionen Euro aufstockte. Eine Übersicht zu unserem weltweiten Nachhaltigkeitsengagement finden Sie hier.

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