Leistungsbericht
Grundlagen der Berichterstattung
Datenerfassung
In die Datenerfassung beziehen wir alle relevanten Organisationseinheiten und Gesellschaften weltweit ein, die zum Konsolidierungskreis des Bayer-Konzernabschlusses gehören. Die Leistungskennzahlen dieser Gesellschaften wurden zu 100 Prozent konsolidiert, unabhängig vom genauen Bayer-Anteil an der jeweiligen Gesellschaft. Unsere HSE-Daten (Health, Safety and Environment) decken alle Gesellschaften ab, an denen wir mindestens 51 Prozent halten. Sie werden über einen elektronischen Fragenkatalog ermittelt und in unserem konzernweiten Standort-Informations-System BaySIS® zusammengeführt. Weitere Daten wurden über unsere Managementsysteme wie z. B. BayInfo für Personaldaten zur Verfügung gestellt.
Elektronische Datenerfassung durch BaySIS
BaySIS® ist ein Intranet-basiertes, universelles Datenerfassungswerkzeug für die HSE-Berichterstattung, das von Bayer Business Services entwickelt wurde. BaySIS® ermöglicht durch das anwenderfreundliche Design und seine hohe Konfigurierbarkeit ein effizientes Reporting: Speziell beauftragte Berichtsmanager vor Ort liefern anhand vorstrukturierter Fragebögen die relevanten Daten an eine zentrale Datenbank. Eine Plausibilitäts-Prüfung und Cross Checks der Daten garantieren eine hohe Datensicherheit. BaySIS® ist eine wichtige Grundlage für die externe Datenüberprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer.
Kennzahlendarstellung
Um Trends sichtbar zu machen, bilden wir die Daten bis auf wenige Ausnahmen über einen Zeitraum von fünf Jahren ab – von 2003 bis 2007. Aufgrund der Ausgliederung von LANXESS aus dem Bayer-Konzern im Jahr 2005 beziehen sich die Daten ab 2004 auf Bayer ohne LANXESS, in den Angaben zu 2003 ist lanxess noch enthalten. Die Jahre 2005, 2006 und 2007 spiegeln das fortzuführende Geschäft ohne die veräußerten Standorte von Wolff Walsrode, H.C. Starck und Diagnostika wider. Schering-Standorte werden in die Berechnung gemäß dem Akquisitionszeitpunkt ab 23. Juni 2006 einbezogen.
Interpretation der Kennzahlen
Für die Einordnung der meisten Kennzahlen und die Interpretation der Zeitreihen ist es wichtig, die Werte in Beziehung zur jährlichen Verkaufsmenge zu setzen. Die Menge der verkauften Produkte erhöhte sich aufgrund einer gestiegenen Produktion von Bayer MaterialScience im Berichtsjahr auf 10,6 Millionen Tonnen; 2006 waren es 10,1 Millionen Tonnen. Zudem ist bei der Interpretation des Leistungsberichts zu beachten, dass 2007 die Kennzahlen der ehemaligen Schering-Gesellschaften erstmals vollständig in der Datenerhebung berücksichtigt wurden. Auf diesen Punkten beruht der Zuwachs einzelner Indikatoren für das Jahr 2007.
Externe Prüfungsbescheinigung
Seit 1997 lassen wir unsere Berichterstattung von unabhängigen Dritten testieren. Für den vorliegenden Bericht überprüfte das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young den Prozess der Datenerhebung sowie die Aussagen der Schwerpunktkapitel und des gesamten Leistungsberichts auf Konsistenz, Angemessenheit und Glaubwürdigkeit. Die Prüfungsbescheinigung finden Sie hier. dieses Berichts abgedruckt.
Integrierte HSEQ-Managementsysteme
Bayer hat zur Gewährleistung eines hohen und einheitlichen Niveaus in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität (Health, Safety, Environment and Quality – HSEQ) entsprechende Managementsysteme eingerichtet. Die operative Verantwortung für HSEQ-Aspekte liegt bei den Vorständen der jeweiligen Teilkonzerne und Servicegesellschaften und der entsprechenden Linienorganisationen. Insbesondere sind die Veranwortlichkeiten der Betriebsleitung in der Richtlinie „Betriebsleitung im Bayer-Konzern“ geregelt.
Standards und Zertifizierungen
Unser HSEQ-Management orientiert sich an anerkannten internationalen Standards. Rund ein Drittel unserer Produktionsstandorte ist nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 oder der europäischen Umweltmanagementverordnung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert; weitere zehn Prozent verfügen über ein Umweltmanagement nach einem anderen externen Standard. Beispiele sind Industria Limpia (Saubere Industrie) in Mexiko, Responsible Care Management System in den USA, Agrichemical Warehousing Standards und CropLife Manufacturing Code of Practise in Kanada.
Weitere Zertifizierungen werden angestrebt, wenn dies unter lokalen Gesichtspunkten sinnvoll erscheint. Dies gilt auch für die internationale Arbeitssicherheits-Managementsystemnorm OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series).
Alle Teilkonzerne und Servicegesellschaften verfügen über Qualitätsmanagementsysteme. Da Qualitätsstandards und -normen branchenspezifisch definiert sind, liegt die Umsetzung in der Verantwortung unserer Teilkonzerne und Servicegesellschaften. Eine konzernweite Aussage zu Art und Umfang der angewandten Standards und Zertifizierungen ist daher nicht sinnvoll.
Außerdem werden unsere Standorte regelmäßig durch Bayer-Audits überprüft. 2007 verfügten 64 Prozent unserer Produktionsstandorte über ein von Bayer auditiertes HSE-Managementsystem. Die Audits werden von den jeweiligen Teilkonzernen durchgeführt und gemäß unserer konzernweiten HSEQ-Audit-Richtlinie durch den Konzern geprüft.
Zertifizierungen und Audits (in % aller Bayer-Produktionsstandorte)
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | |
| Standorte mit nach ISO 14001 oder EMAS zertifiziertem Umweltmanagementsystem | 33 | 36 | 36 | 33 |
| Standorte mit einem Umweltmanagementsystem nach anderen externen Standards | 5 | 4 | 7 | 10 |
| Standorte mit nach OHSAS 18001 zertifiziertem Managementsystem | 2 | 5 | 8 | 8 |
| Standorte mit einem von Bayer auditierten HSE-Managementsystem | – | – | 62 | 64 |

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