Strategie & Management
Unser Nachhaltigkeitsmanagement
Wir haben unser Nachhaltigkeitsmanagement in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf- und ausgebaut: Dabei haben wir wesentlichen Portfolioveränderungen, dem dynamischen ökonomischen Wachstum und der weiteren Internationalisierung unserer Geschäftsaktivitäten Rechnung getragen. Durch eine klare strategische Perspektive und ein detailliertes Nachhaltigkeitsprogramm wollen wir auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen rechtzeitig vorbereitet sein und zielgerichtet agieren.
Unsere Werte und Leitlinien
In unserem Leitbild „Bayer: Science For A Better Life“ bekennen wir uns zu unserer unternehmerischen Verantwortung. Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Bayer-Leitbilds sowie unserer Werte und unserer Führungsprinzipien
. Ergänzt werden diese durch die „Bayer Sustainable Development Policy“, unsere Position zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen, unsere Verpflichtung zur weltweiten Responsible-Care-Initiative der Chemischen Industrie und unser Bekenntnis zum Global Compact der Vereinten Nationen.
. Ergänzt werden diese durch die „Bayer Sustainable Development Policy“, unsere Position zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen, unsere Verpflichtung zur weltweiten Responsible-Care-Initiative der Chemischen Industrie und unser Bekenntnis zum Global Compact der Vereinten Nationen.
Gemeinsame Werte sind die Basis für unser tägliches Handeln. Sie sind von entscheidender Bedeutung für eine gemeinsame Identität – gerade angesichts der Vielfalt der Märkte und Kulturen, in denen unser Konzern sich bewegt.
Das Bayer-Nachhaltigkeitskonzept
Nachhaltig erfolgreich wirtschaften im Einklang mit gesellschaftlichen Bedürfnissen und Zielen – dies ist das übergreifende Ziel unseres Nachhaltigkeitskonzepts. Die Entwicklung und Umsetzung unseres Konzepts und der daraus abgeleiteten Maßnahmen vollzieht sich in einem konstanten Interaktionsprozess zwischen dem Unternehmen, unseren Stakeholdern und der Gesellschaft. Unser Schlüssel ist dabei stets unsere Innovationsfähigkeit. Ob beim Klimaschutz, bei der Bekämpfung von Krankheiten oder bei der Verbesserung der weltweiten Nahrungsversorgung – Ziel ist stets, durch Innovationen auf der Produktebene die ökonomische, die ökologische sowie die soziale Perspektive in Einklang zu bringen. Parallel richten wir alle Geschäftsaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette an Nachhaltigkeitskriterien aus – als Arbeitgeber, Geschäftspartner und Corporate Citizen. Dadurch erhöhen wir die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens und senken unsere Geschäftsrisiken. Gleichzeitig verstehen wir uns weltweit als verantwortungsbewusstes Unternehmen, das in seinem Umfeld durch freiwilliges soziales Engagement zur Verbesserung von Lebensbedingungen beiträgt und Zukunftschancen für andere schafft.
Bayer ist einerseits Teil der Gesellschaft und leistet wichtige Beiträge durch Produkte, Geschäftsaktivitäten und freiwilliges soziales Engagement. Andererseits beeinflussen gesellschaftliche Trends, Bedürfnisse und Ziele unser Handeln auf diesen drei Ebenen.
Nachhaltigkeit als Teamaufgabe
Für die konzernweite Steuerung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist das „Bayer Corporate Sustainability Board“ verantwortlich, in dem alle Teilkonzerne vertreten sind. Auf Basis der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie definiert dieses Gremium jährlich Ziele, beschließt die korrespondierenden Konzernrichtlinien und überwacht die Umsetzung der Maßnahmen in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften.
Unterstützt und beraten wird das „Corporate Sustainability Board“ durch unsere „Sustainable Development (SD) Planning Group“. Der Konzernbereich „Environment & Sustainability“ arbeitet eng mit den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der Teilkonzerne und Servicegesellschaften und weiteren Konzernfunktionen zusammen und steuert die Umsetzung der beschlossenen Ziele. Gremien auf der Ebene der Regionen und Teilkonzerne ergänzen die weltweite Organisation. Die konzernweite Zusammenarbeit ist in unserer „SD-Policy“ geregelt.
Unterstützt und beraten wird das „Corporate Sustainability Board“ durch unsere „Sustainable Development (SD) Planning Group“. Der Konzernbereich „Environment & Sustainability“ arbeitet eng mit den Nachhaltigkeitsverantwortlichen der Teilkonzerne und Servicegesellschaften und weiteren Konzernfunktionen zusammen und steuert die Umsetzung der beschlossenen Ziele. Gremien auf der Ebene der Regionen und Teilkonzerne ergänzen die weltweite Organisation. Die konzernweite Zusammenarbeit ist in unserer „SD-Policy“ geregelt.
Die Grafik zeigt, wie das Thema Nachhaltigkeit im Bayer-Konzern umgesetzt wird: Das „Corporate Sustainability Board“ steuert das Nachhaltigkeitsmanagement und vertritt das Thema nach innen und außen. Es wird bei der Planung und Umsetzung von der „Sustainable Development Planning Group“ unterstützt.
Konzernweite Leitlinien als Handlungsrahmen
Durch konzernweite Leitlinien und Vorgaben schaffen wir einen klaren Handlungsrahmen für alle Unternehmensbereiche. Die Umsetzung der Leitlinien wird in allen Teilkonzernen und Servicegesellschaften von effizienten Managementsystemen für Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität (HSEQ) gestützt. Hinzu kommen Systeme und Regeln für spezifische Anforderungen der Teilkonzerne. Die Steuerung von Chancen und Risiken, unser Risikomanagement, ist integraler Bestandteil des konzernweiten Systems der Unternehmensführung.
Die Steuerung der Nachhaltigkeit ist in alle Ebenen des Bayer-Konzerns integriert.
Ein wichtiger Schritt 2007: „Fit for REACH“
Die EU-weite Verordnung REACH ist am 1. Juni 2007 in Kraft getreten und regelt die Chemikalienpolitik in Europa von Grund auf neu. Das Regelwerk betrifft die chemische Industrie und alle Unternehmen, die chemische Stoffe oder Zubereitungen verwenden. Bayer hat den Prozess von Beginn an aktiv begleitet und konstruktive Beiträge geleistet, denn wir sind als Hersteller und Importeur sowie als Anwender betroffen. Wir benötigen für die Produktion von Wirkstoffen (Pflanzenschutzmittel, Pharmazeutika) sowie von Polymeren viele Ausgangsstoffe. Um die Verfügbarkeit dieser Stoffe zu gewährleisten, arbeiten wir intensiv mit unseren Lieferanten zusammen.
Da REACH für die Registrierung genaue Kenntnisse über die Verwendung der Stoffe verlangt, pflegen wir auch zu unseren Kunden bereits heute intensiven Kontakt. Den erforderlichen Informationsaustausch entlang der Lieferkette werden wir entsprechend unterstützen und begleiten. Durch die frühzeitige Beschäftigung mit der REACH-Verordnung nutzt Bayer die Möglichkeit, langfristige Chancen und Konsequenzen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Die betroffenen Bereiche des Unternehmens bereiten sich auf die nötigen Umstellungen vor. Dazu sind in den Teilkonzernen Implementierungsprojekte etabliert, die die wichtigen Punkte abdecken.
Bayer ist fit für REACH – wir werden die Anforderungen erfüllen. Die Kosten werden sich in den nächsten elf Jahren auf einen höheren zweistelligen Millionenbetrag belaufen.
Da REACH für die Registrierung genaue Kenntnisse über die Verwendung der Stoffe verlangt, pflegen wir auch zu unseren Kunden bereits heute intensiven Kontakt. Den erforderlichen Informationsaustausch entlang der Lieferkette werden wir entsprechend unterstützen und begleiten. Durch die frühzeitige Beschäftigung mit der REACH-Verordnung nutzt Bayer die Möglichkeit, langfristige Chancen und Konsequenzen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Die betroffenen Bereiche des Unternehmens bereiten sich auf die nötigen Umstellungen vor. Dazu sind in den Teilkonzernen Implementierungsprojekte etabliert, die die wichtigen Punkte abdecken.
Bayer ist fit für REACH – wir werden die Anforderungen erfüllen. Die Kosten werden sich in den nächsten elf Jahren auf einen höheren zweistelligen Millionenbetrag belaufen.
Weitere Meilensteine 2007
Großen Raum bei Bayer ebenso wie in der öffentlichen Diskussion nahmen im Berichtszeitraum drei Themen ein: Klimaschutz, Antikorruption und Menschenrechte. Im November 2007 konnten wir unser konzernweites „Bayer-Klimaprogramm“
vorlegen – ein ehrgeiziges Maßnahmenpaket, das wir bis zum Jahr 2020 umsetzen wollen. Um dem Thema Antikorruption eine hohe Aufmerksamkeit im Konzern zu verschaffen und unser Bekenntnis zu strengen Verhaltensregeln und Compliance zu unterstreichen, haben wir 2007 zum „Bayer-Jahr der Antikorruption“ erklärt. Fast 70.000 Mitarbeiter nahmen an Antikorruptions-Trainings teil, die wir an allen Standorten angeboten haben. Ein weiterer Meilenstein war die Umsetzung unserer im Mai 2007 verabschiedeten „Position zum Thema Menschenrechte“
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vorlegen – ein ehrgeiziges Maßnahmenpaket, das wir bis zum Jahr 2020 umsetzen wollen. Um dem Thema Antikorruption eine hohe Aufmerksamkeit im Konzern zu verschaffen und unser Bekenntnis zu strengen Verhaltensregeln und Compliance zu unterstreichen, haben wir 2007 zum „Bayer-Jahr der Antikorruption“ erklärt. Fast 70.000 Mitarbeiter nahmen an Antikorruptions-Trainings teil, die wir an allen Standorten angeboten haben. Ein weiterer Meilenstein war die Umsetzung unserer im Mai 2007 verabschiedeten „Position zum Thema Menschenrechte“
. Zukunftsinstrument Nachhaltigkeitscheck
Gemeinsam mit einem renommierten Institut für Zukunftsforschung arbeitet Bayer an einem neuen Konzept, um die Nachhaltigkeitswirkung seiner Verfahren und Produkte detailliert zu erfassen. Kern dieser Bemühungen ist die ökonomische, ökologische und soziale Bewertung von Produkten, Prozessen und Projekten anhand einheitlicher Kriterien. Dadurch erwarten wir zusätzliche wichtige Impulse für die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns. Ein erstes internes Pilotprojekt ist in Vorbereitung.
Unser Nachhaltigkeitsprogramm 2006+
Unser Nachhaltigkeitsprogramm bietet einen detaillierten Überblick über unsere konkreten Nachhaltigkeitsziele bis 2010 und die zur Erreichung dieser Ziele definierten Maßnahmen. Das Programm setzt sich aus den Handlungsfeldern Innovation, Produktverantwortung, exzellente Unternehmensführung, gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung für die Umwelt zusammen. Es umfasst die Konzernziele sowie die Ziele aller Teilkonzerne und Servicegesellschaften. Der Konzernvorstand sowie die Teilkonzern-Vorstände und Geschäftsführungen der Servicegesellschaften überwachen und verantworten die Umsetzung. Damit ist es eines unserer wichtigsten Steuerungselemente für die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und war auch im Berichtsjahr die zentrale Handlungsgrundlage unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten. Um die Übersichtlichkeit des Programms zu verbessern und die Ziele noch stärker zu fokussieren, haben wir unser Programm aktualisiert und restrukturiert.
Wesentliche Nachhaltigkeitsziele des Konzerns bis 2010 (sofern nicht anders dargestellt)
Einen genauen Überblick über den aktuellen Stand des Programms und die Zielerreichung im Einzelnen gibt unsere Übersicht. Nachfolgend eine Auswahl wesentlicher Nachhaltigkeitsziele des Konzerns bis 2010.
- Therapeutische Proteine
Bis 2015 Entwicklung patientenspezifischer Medikamente über Expression therapeutischer Proteine aus Tabakpflanzen (Plant-made Pharmaceuticals). - Behandlung von Krebs
Erweiterung des Anwendungsgebiets des Krebsmedikaments Nexavar® für die Indikationen Leber-, Haut- und Lungenkrebs. - Energiesparender Produktionsprozess
Optimierung eines Verfahrens zur Produktion von monomerem Diisocyanat mit dem Ziel, etwa 15 Prozent Energie einzusparen. - Arbeitssicherheit
Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden auf unter zwei. - Emissionen in Wasser
Reduzierung der Einleitungen von toc (Total Organic Carbon = gesamter organischer Kohlenstoff) und Stickstoff in den Vorfluter um zehn Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt. - Emissionen in Luft
Reduzierung der voc-Emissionen (Volatile Organic Compounds = flüchtige organische Verbindungen) um 30 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt. - Klimaschutz
Senkung der globalen Treibhausgasemissionen
(T CO2-Äquivalente) von 2005 bis 2020. Detaillierte Angaben für die einzelnen Teilkonzerne finden Sie im Nachhaltigkeitsprogramm 2006+. - Schutz der Ozonschicht
Einhaltung einer maximalen Obergrenze der ods-Emissionen (Ozone Depleting Substances = ozonzerstörende Substanzen) von unter 20 Tonnen pro Jahr (CFC-11-Äquivalente). - Abfall
Reduzierung der Menge besonders überwachungsbedürftiger (gefährlicher) Produktionsabfälle auf unter 2,5 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt.

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