Leistungsbericht
Nachhaltigkeitsprogramm 2006+
Unser Nachhaltigkeitsprogramm haben wir anhand der Handlungsfelder Innovation, Produktverantwortung, Exzellente Unternehmensführung, Gesellschaftliche Verantwortung und Verantwortung für die Umwelt ausgerichtet. In Themenbereichen, bei denen wir erhöhten Handlungsbedarf sehen, haben wir 2007 die bestehenden Ziele durch zusätzliche Ziele ergänzt. Diese sind im Konzern-Nachhaltigkeitsprogramm als neue Ziele gekennzeichnet. Innerhalb der Handlungsfelder sind jedem Ziel konkrete Maßnahmen zugeordnet, damit es termingerecht erreicht wird. In das Konzern-Nachhaltigkeitsprogramm sind Ziele aller Teilkonzerne und Servicegesellschaften eingeflossen. Ihre Vorstände und Geschäftsführungen sind für die erfolgreiche Umsetzung der Ziele verantwortlich. Am Ende jedes Handlungsfelds sind die Ziele aufgeführt, die wir bis 2007 bereits vollständig umsetzen konnten.
Unsere Ziele bis 2010 (sofern nicht anders dargestellt)
| Ziel | Maßnahme |
| Handlungsfeld: Innovation | |
| Förderung der Innovationskultur durch Umsetzung einer langfristig angelegten, konzernweiten Innovationsinitiative: „Triple-I“-Programm (Inspirationen, Ideen und Innovationen). | Der weltweite Roll-out von Triple-I, um kreative Geschäftsideen jenseits bestehender Arbeitsbereiche für den Konzern nutzbar zu machen, ist auf sehr gute Resonanz gestoßen. Von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden ca. 3.400 Ideen eingereicht, von denen ca. 50 zurzeit weiterverfolgt werden. Das Programm wurde als allen Beschäftigten offenstehender Ideenkanal eingerichtet und angenommen. |
| Förderung der Forschung zum weltweiten Trink- und Süßwasserschutz; Bereitstellung von Finanzmitteln und Beteiligung am Projektmanagement für den von Bayer und National Geographic eingerichteten „National Geographic Global Exploration Fund“. |
In 2006/2007 Initiierung von gesellschaftlich relevanten und innovativen Projekten konzernexterner Forschungsgruppen zur neuen Erschließung und gerechten Verteilung der Wasserressourcen und zum schonenden Umgang mit ihnen. Berichte zum Forschungsstand wurden von den Koordinatoren der neun Förderprojekte vorgelegt; Artikel über die Ergebnisse ist im Dezember-Heft 2007 der deutschen Ausgabe des Magazins „National Geographic“ erschienen. |
| Beitrag zur Sicherstellung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung durch Entwicklung von Pflanzen mit besseren Erträgen und verbesserter Stresstoleranz gegenüber Trockenheit; Weiterentwicklung der Pflanzenbiotechnologie und moderner Saatgutzüchtungstechnologie. | Erste Ergebnisse aus Feldversuchen mit stresstoleranten Rapspflanzen zeigen deutliche Ertragsteigerung; Markteinführung von Hybridreis (Arize®) in Asien (Key Countries); durchschnittlich 20 Prozent Ertragssteigerung verglichen mit der besten Nicht-Hybrid-Variante. |
| Erschließung der Potenziale von erneuerbaren Energiequellen und nachwachsenden Rohstoffen; Forschungsarbeiten und Technologieentwicklungen bei aussichtsreichen Anwendungen. |
Bayer CropScience untersucht Möglichkeiten zum Anbau spezieller Kulturen, die als alternativer Rohstoff für Biokraftstoffe infrage kommen könnten. |
| Selektive, ressourcenoptimierte Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen durch Expression therapeutischer Proteine aus Tabakpflanzen (Plantmade Pharmaceuticals); innerhalb der nächsten sieben bis neun Jahre patientenspezifische Medikamente erzielen. | Ca. 50 bekannte Wirksubstanzen konnten bereits im Labormaßstab aus Pflanzen gewonnen werden, u. a. Proteine für die Synthese von Impfstoffen und monoklonale Antikörper für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Krebs. |
| Bereitstellung von verbesserten Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs; Erweiterung des Anwendungsgebiets des Krebsmedikaments Nexavar® für die Indikationen Leber-, Haut- und Lungenkrebs. |
Nexavar®, ein Krebsmedikament zur oralen Verabreichung, wurde im Oktober 2007 in Europa und im November 2007 in den USA für die Behandlung von Leberkrebs zugelassen. Nexavar® ist die erste zugelassene systemische Therapie gegen Leberkrebs und ist das einzige Medikament, das die Gesamtüberlebenszeit bei Patienten mit Leberkrebs signifikant verlängert. Auch in weiteren Indikationen werden Studien durchgeführt, darunter nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom (NSCLC), Hautkrebs (beide Phase III) sowie Brustkrebs (Phase II). |
| Bereitstellung eines Medikaments gegen gefährliche Durchblutungsstörungen; Thrombose-Prophylaxe mit dem oralen Faktor-xa-Inhibitor Rivaroxaban (geplanter Handelsname Xarelto®). | Für Rivaroxaban läuft zurzeit ein umfangreiches Entwicklungsprogramm in der fortgeschrittenen Phase mit insgesamt rund 50.000 geplanten Patienten, inkl. Prävention und Behandlung venöser Thromboembolien (VTE). In der VTE-Prophylaxe bei Patienten, die sich einer größeren orthopädischen Operation unterziehen müssen, haben die durchgeführten Studien gezeigt, dass Rivaroxaban gegenüber dem heutigen Therapiestandard bei ähnlich niedriger Blutungsrate eine höhere Wirksamkeit aufweist. Im Oktober 2007 wurde bei der emea die Zulassung für Rivaroxaban für die VTE-Prophylaxe nach einem größeren orthopädischen Eingriff an den unteren Gliedmaßen beantragt. Eine Einreichung für Rivaroxaban für eine ähnliche Indikation in den USA ist für 2008 geplant. |
| Verlängerung der Wirksamkeit des gentechnisch hergestellten Blutermedikaments Kogenate® durch neue Formulierung basierend auf einer LiposomenTechnologie. | Erster Patient in eine Phase-II-Studie Ende 2007 aufgenommen. |
| Entwicklung neuer Methoden der Früherkennung von Krebs, Entzündungsprozessen im Nervensystem und Alzheimer durch molekulare Bildgebung. | Verschiedene Kooperationen im Bereich molekulare Bildgebung, beispielsweise in der „Molecular Imaging Innovation Alliance“, mit Avid Pharmaceuticals, Inc., Stanford University und Taisho Pharmaceutical Co., Ltd. |
| Handlungsfeld: Innovation | |
| Erforschung neuer Behandlungsmethoden gegen Multiple Sklerose; Entwicklung von Alemtuzumab. |
Start des Phase-III-Programms im September 2007 mit dem Ziel, die in Phase II beobachtete Gesamtwirksamkeit und -sicherheit nachzuweisen und zu bestätigen. |
| Identifizierung neuer Wirkmechanismen für die Fertilitätskontrolle mit neuen Ansätzen in der nicht-hormonellen Verhütung. | Forschung läuft. |
| Optimierung eines Verfahrens zur Produktion von monomerem MDI (MDI = Methylen-Diphenyl-Diisocyanat) für den Bau einer neuen großtechnischen Anlage in China im Jahr 2008 mit dem Ziel, ca. 15 Prozent Energie einzusparen. | Eine Anlage zur Produktion von MDI-Gemischen mit einer Jahreskapazität von 350.000 Tonnen ist in Shanghai im Bau. Diese große Anlage soll planmäßig im Jahr 2008 in Betrieb genommen werden. |
| Entwicklung von Lösungen für tropische und vernachlässigte Krankheiten; Kooperation mit Stakeholdern, die neue Ansätze verfolgen, damit noch mehr Menschen behandelt werden können. |
Unterstützung des klinischen Entwicklungsprogramms der WHO für die Behandlung der afrikanischen Schlafkrankheit mit Nifurtimox. |
| Bereitstellung neuer Therapien für gynäkologische Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf; Identifizierung neuer Targets. |
Neues Ziel. |
| Bessere Therapien für die häufigste Ursache von starker Sehbehinderung und Blindheit bei über 65-Jährigen in den Industrienationen. |
Neues Ziel: Entwicklung eines Fusionsproteins für die Behandlung der feuchten Form einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD, Phase-III-Studie). |
| Möglichkeiten zur frühzeitigen Diagnose von Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf. |
Neues Ziel: Entwicklung eines PETt-Tracers zur frühzeitigen Diagnose der Alzheimer-Krankheit; Phase-II-Studie soll 2008 beginnen. |
| Ermöglichung von Energieeinsparungen durch Gewichtsreduktion im Transportbereich durch Etablierung von Polycarbonat in der Automobilverscheibung bis 2008. | Ziel erreicht. Bayer MaterialScience bietet Kunden die Technologieentwicklung, Service und Produkte für die Polycarbonat-Verscheibung unter der neuen Kompetenzmarke BayVision an. Die Ergebnisse sind beispielsweise bei Mercedes® im Dachmodul der GL-Klasse und bei Smart® im Panoramadach des neuen fortwo® eingesetzt. |
| Schonung von Wasserressourcen durch Etablierung innovativer Beschichtungsmaterialien im Markt für semistrukturelle Beschichtungen für Trinkwasserrohre bis 2008. | Ziel erreicht. Die Business Unit „Coatings, Adhesives, Specialties“ (CAS) von Bayer MaterialScience (BMS) fertigt und liefert die wichtigsten Rohstoffe, insbesondere aliphatische Isocyanate und Präpolymere, mit denen unser internationaler Großkunde EWood Limited in Großbritannien die speziellen, semistrukturellen Beschichtungen herstellt. Die von EWood Limited hergestellte und auf Rohstoffen von BMS CAS basierende, semistrukturelle Beschichtung kann auf Rohre aufgetragen werden, die in einem sehr schlechten Reparatur- bzw. Leckagezustand sind. Während des Applikationsvorgangs können die Rohre auf einer Länge von bis zu 150 m gleichzeitig erneuert werden, wobei nur zwei Löcher à ein Quadratmeter im Boden erforderlich sind. Der gesamte Vorgang kann in acht Stunden abgeschlossen werden, während bei bestehenden Verfahren zwei bis drei Tage benötigt werden. In einigen Fällen wäre ein Austausch der Rohre aufgrund später erfolgter überirdischer Bebauung nicht einmal möglich. Das System ist in Asien, Amerika und in zahlreichen Ländern Europas eingeführt. Bis heute sind über 10.000 km Trinkwasserleitung mit diesem System ausgekleidet. |
| Handlungsfeld: Produktverantwortung | |
| Weiterer Beitrag zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen durch hochwirksame und pflanzenverträgliche Pflanzenschutzmittel in Verbindung mit einem guten Profil für Umwelt und Gesundheit. | Management und Weiterentwicklung des Bayer-CropScience-Produktportfolios durch Markteinführung innovativer Produkte: • Tembotrione: neuer Standard bei Kulturselektivität und erstklassiger Bekämpfung von Unkräutern in Mais, • Spirotetramat: Bekämpfung resistenter Schädlingsarten und neuer Standard bei systemischem Pflanzenschutz, • Infinito® (Fungizid): neuer Wirkmechanismus, hohe Wirksamkeit bei maßgeblichen Kartoffelkrankheiten, • Oberon® und Envidor® (Insektizide) mit verbesserter Selektivität gegenüber nützlichen Insekten, • neue Produkte, die WHO-Klasse-I-Formulierungen (hier Carbamate und Organophosphate) ersetzen. |
| Sicherstellung der Umweltverträglichkeit von Arzneimitteln. | Beteiligung an verschiedenen Projekten, wie „ERAPHARM“; Entwicklung von Methoden zur Analyse von Arzneimittelrückständen im (Grund-)Wasser. |
| Handlungsfeld: Produktverantwortung | |
| Zeitgerechte Umsetzung der REACH-Verordnung im Konzern. | Konzernweite REACH-Plattform und Implementierungs-Projekte in den Teilkonzernen sind etabliert. Die Vorregistrierung Bayer-relevanter Substanzen verläuft nach Plan und die Frist 1. Dezember 2008 wird eingehalten. Registrierungsaktivitäten für Bayer-relevante Substanzen mit hohen Produktionsmengen (>1.000 JATO) sind angelaufen und werden bis Ende 2010 abgeschlossen sein. |
| Handlungsfeld: Exzellente Unternehmensführung | |
| Employment: kontinuierliche Verbesserung interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. | Fortsetzung der regelmäßigen weltweiten Befragungen der Leitenden Mitarbeiter; Umsetzung der Global Leadership Principles, verknüpft mit Leistungsbewertungen, Nutzung der im Pilotland gemachten Erfahrungen; Vereinbarung von jährlichen Leadership-Zielen (im gesamten Managementbereich) auf Basis der unternehmensweiten Leadership Principles. |
| Steuerung des Umsetzungsprozesses der Richtlinie „Gesundheits-, Sicherheits-, Umweltschutz- und Qualitäts-(HSEQ)-Audits“. | Implementierung von teilkonzernspezifischen HSEQ-Management-Systemen abgeschlossen; deren vollständige Auditierung in allen Regionen läuft. Bayer CropScience: kontinuierliche Erweiterung und Aktualisierung von HSEQ-Richtlinien. Weltweite Auditierung des Management-Systems und weiterer spezifischer HSEQ-Aspekte. Bis Ende 2008 werden die Audits der HSEQ-Kernanforderungen bei 70 Prozent aller infrage kommenden Standorte (BioScience, Environmental Science, Entwicklung, Industrial Operations, Forschung) abgeschlossen sein. Bis Ende 2009 sollen 100 Prozent abgedeckt sein (fünfjähriger Turnus). An allen BCS-Produktionsstandorten erfolgt bis Ende 2009 eine Prüfung der Verfahrens- und Anlagensicherheit. Bayer HealthCare: Implementierung und laufende Aktualisierung der HSE-Anforderungen in das Compliance-Management-System von BHC. Realisierung von HSE-Audits weltweit nach einem jährlich festgelegten Auditprogramm. Bayer MaterialScience: Umfangreiche HSEQ-Auditmaßnahmen nach einem definierten Auditplan werden routinemäßig durchgeführt. |
| Verbesserung der Management-Qualitäten aller Führungskräfte, z. B. durch 360°-Feedback-Analyse. | Erfolgt kontinuierlich. |
| Umsetzung des Ziels des Weltgipfels der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 zur global einheitlichen Klassifizierung und Kennzeichnung von Substanzen und Zubereitungen (GHS = Globally Harmonized System). | Die Implementierung in Europa wird über die Verbände der chemischen Industrie unterstützt. |
| Permanente, kontinuierliche Sicherstellung der Compliance mit Regularien zur Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung bei Humanarzneimitteln. | Umsetzung sowie Kontrolle der detaillierten Informationspflichten, Abläufe und Ansprechpartner der Funktionen – Arzneimittelsicherheit und Qualitätssicherung – finden statt. |
| Fortgeführte Sicherung der Auskunftsfähigkeit hinsichtlich aller unserer Produkte. | Ziel erreicht. Unser Produktportfolio unterliegt der entsprechenden Legislative (z. B. REACH) sowie den jeweiligen Registrierungsrichtlinien. Substanz- informationen können daher als gesichert angesehen werden. |
| Verbesserung der Kommunikation in der globalen Bayer-Organisation. | Ziel erreicht. Umsetzung von Englisch als Konzern-Arbeitssprache im Kreis der Führungskräfte erfolgt. |
| Handlungsfeld: Soziale Verantwortung | |
| Weltweite Förderung des Umweltwissens junger Menschen; Ausbau der Kooperation mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), u. a. Aufbau von Jugend-Umweltnetzwerken und Capacity-Building-Plattformen in Asien, Amerika, Afrika und Europa. |
Bayer hat 2007 UNEP durch Finanzmittel und Sachleistungen beim Aufbau zusätzlicher regionaler Jugend-Umweltnetzwerke in Asien sowie durch Gründung der ersten Netzwerke in Lateinamerika und Afrika unterstützt. Das Bayer-Programm „Junge Umweltbotschafter“ wurde auf die Türkei als 17. Teilnehmerland ausgeweitet. Die Partner veranstalteten den 16. Internationalen Kinder-Malwettbewerb zum Thema Umwelt, für den 13.450 Zeichnungen aus 104 Ländern eingereicht wurden. Bayer war 2007 Gastgeber der Internationalen Jugend-Umweltkonferenz in Leverkusen. Bei dieser Gelegenheit wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen UNEP und Bayer um drei weitere Jahre verlängert. |
| Stärkung des naturwissenschaftlichen Grundwissens an Schulen mithilfe des in den USA gegründeten Programms „Making Science Make Sense“ in weiteren Ländern. | Die auch schon in Großbritannien, Irland, Frankreich und Japan etablierte Fördermaßnahme wurde 2007 auf Italien, Kolumbien, Indien, Taiwan und Singapur ausgeweitet. |
| Förderung des Zugangs zu schulischer und beruflicher Bildung für Kinder und Jugendliche, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern. | Kooperation mit regionalen Trägern; Initiierung von Programmen zu Schutz und Bildung von Jugendlichen; Aufklärungsmaßnahmen für das Umfeld, z. B. in Indien. Einführung des Programms „Learning for Life“ bei Bayer CropScience in Andhrah Pradesh, Indien: Integration von vormals arbeitenden Kindern in das öffentliche Schulsystem; Ausdehnung des Programms auf Kinder im Vorschulalter. |
| Handlungsfeld: Soziale Verantwortung | |
| Ausbildungsförderung im Bereich Nachhaltige Entwicklung und Verbesserung des Umweltbewusstseins in Schwellenländern (Capacity Building) entsprechend der Selbstverpflichtung der chemischen Industrie nach der Johannesburg Deklaration und der auf der International Conference on Chemicals Management (ICCM) verabschiedeten Erklärung: Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM); Entwicklung eines Ausbildungsprogramms sowie Unterstützung für die Einrichtung eines Lehrstuhls für „Sustainable Development“ an der Tongji-Universität in Shanghai, China. |
Vertrag zwischen der Bayer AG, der Bayer Science & Education Foundation und der Tongji-Universität unterzeichnet, erste Sitzung des Steering Committee erfolgt, Lehrstuhl eingerichtet, Lehrstuhlinhaber wird 2008 benannt; erste sechs Forschungsprojekte angelaufen / Budget 2007 und 2008 genehmigt. |
| Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung; Bayer-Stiftungen mit stärkerer Fokussierung auf Wissensförderung und Aufstockung des Stiftungsbudgets. |
Bayer Science & Education Foundation wurde gegründet und nahm 2007 ihre Tätigkeit auf; Start des neuen Programmschwerpunkts Schulförderung in Deutschland. Addiertes Stiftungskapital von Bayer Science & Education Foundation und Bayer Cares Foundation: 17,4 Mio. Euro. |
| Förderung von Lösungen als Beitrag zu den UN-Millenniumentwicklungszielen der Bekämpfung von Armut, Senkung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern. |
Neues Ziel. Erste Projekte zur Schärfung des Bewusstseins und Erhöhung des Kenntnisstands in puncto Fortpflanzung und Sexualität in Entwicklungsländern und Verbesserung des Zugangs zu Methoden der Familienplanung. |
| Prüfung, inwieweit die Behandlungsdauer von Tuberkulose (TB) durch den Wirkstoff Moxifloxacin auf ca. die Hälfte verkürzt werden kann. | Unser Partner „Global Alliance for TB Drug Development“ hat mit klinischen Studien der Phase III zur Behandlung von Tuberkulose mit Moxifloxacin an Standorten in Sambia, Südafrika, Tansania und Kenia begonnen. Falls die klinische Entwicklung erfolgreich ist, soll Moxifloxacin für die Indikation TB zugelassen und Patienten in Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung gestellt werden. |
| Verantwortlicher Umgang mit der Gentechnik. | Umsetzung der neuen Bayer-Gentechnik-Position und spezifischer Regelungen in den Teilkonzernen und Servicegesellschaften. |
| Arbeitssicherheit: Reduzierung der Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden (MAQ <2) | Mit einer Verringerung der Arbeitsunfälle um 20 Prozent konnten 2007 erhebliche Fortschritte erzielt werden. Fortführung unseres konsequenten Sicherheitsmanagements mit Unterstützung durch ein Programm, das anhand der jährlich aktualisierten Responsible Care Roadmap dokumentiert wird. Teilkonzerne werden weiter danach streben, positiv zu den MAQ-Konzernergebnissen beizutragen. Unterstützt wird dies 2008 durch Einführung zusätzlicher Programme zu sicherem Verhalten und die Forcierung von Initiativen zur Sicherheit am Steuer. |
| Diversity: konsequente Umsetzung unserer Unternehmenswerte hinsichtlich der Chancengleichheit unabhängig von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter. | Konsequente Umsetzung der Konzernregelung „Programm für gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln“ vom Mai 2004; vollständige Umsetzung eines global einheitlichen Vergütungssystems für die Konzernführungskreise. Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im Bayer-Europa-Forum zur Fortsetzung des Engagements für Vielfalt und Chancengleichheit. Aufnahme Diversity-Verhalten im 360°-Feedback-Prozess. BHC-Arbeitsgruppe eingerichtet. |
| Handlungsfeld: Verantwortung für die Umwelt | |
| Wasseremissionen: Reduzierung der Einleitungen von TOC (Total Organic Carbon) und Stickstoff in den Vorfluter um zehn Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005). | TOC-Emissionen im Vergleich zu 2006: Anstieg um 19 Prozent durch zeitweisen Ausfall einer Kläranlage und Anstieg der Produktionsmenge bei bestimmten Pflanzenschutzmitteln. |
| Luftemissionen: Reduzierung der VOC (Volatile Organic Compounds)-Emissionen um 30 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt (Basisjahr 2005). | Im Vergleich zu 2006 trotz Erhöhung der Produktionsmenge konstanter Wert. |
| Luftemissionen: Einhaltung einer maximalen Obergrenze der ODS-Emissionen (Ozone Depleting Substances = ozonzerstörende Substanzen) von unter 20 Tonnen pro Jahr (CFC-11-Äquivalente). | In 2007 15 Tonnen im fortzuführenden Geschäft. |
| Luftemissionen: Bayer MaterialScience: Senkung der spezifischen Treibhausgasemissionen (t CO2-Äquivalente) pro Tonne Verkaufsprodukte um 25 Prozent weltweit von 2005 bis 2020. Dabei werden die bei der Produktion anfallenden Nebenprodukte Natronlauge und Salzsäure nicht berücksichtigt, weil diese Nebenprodukte aufgrund von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zukünftig in wesentlich geringerer Menge entstehen werden. Ebenso werden die Handelsprodukte nicht berücksichtigt. Die Senkung spezifischer Emissionen ist in diesem energieintensiven Segment als adäquates, ambitioniertes Emissionsziel anerkannt, da es das Erreichen anspruchsvoller Energieeffizienzziele bei gleichzeitig steigendem Umsatz erlaubt. Bayer CropScience: absolute Reduktion der Treibhausgasemissionen (t CO2-Äquivalente) um 15 Prozent weltweit von 2005 bis 2020. Bayer HealthCare: absolute Reduktion der Treib-hausgasemissionen (t CO2-Äquivalente) um fünf Prozent weltweit von 2005 bis 2020. Verbleib der Treibhausgasemissionen des Bayer-Konzerns bis 2020 auf dem aktuellen Niveau, gemäß heutiger Einschätzung trotz Produktionswachstums |
Neues Ziel. Dazu erfolgte die Umstellung der Bilanzierung von Treibhausgasemissionen auf Greenhouse Gas Protocol. |
| Abfälle: Reduzierung der Menge besonders überwachungsbedürftiger (gefährlicher) Produktionsabfälle auf unter 2,5 Prozent pro Tonne Verkaufsprodukt. | In 2007 2,6 Prozent im fortzuführenden Geschäft. |

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